Die Möglichkeiten
Bei der Behandlung werden mehrere Medikamente kombiniert. Es gibt die Möglichkeit einer intensiveren Therapie mit 4 Medikamenten. Es gibt aber auch die Möglichkeit, weniger intensiv zu behandeln. Das bedeutet, dass weniger Medikamente eingesetzt werden.
Je intensiver die Therapie ist, desto höher ist die Chance, die Erkrankung einzudämmen. Auf der anderen Seite steigt das Risiko für Nebenwirkungen, je mehr Medikamente Sie bekommen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Chancen und Risiken der Behandlungsmöglichkeiten persönlich bewerten.
Manche Menschen haben ein hohes Risiko, dass die Erkrankung schnell fortschreitet. Dann kann der Nutzen einer intensiveren Therapie höher sein als für Menschen ohne hohes Risiko. Auf die Nebenwirkungen hat das Risiko keinen direkten Einfluss. Von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt erfahren Sie, ob bei Ihnen ein hohes Risiko besteht.
Für alle genannten Medikamenten-Kombinationen gilt:
Die Therapie läuft in Zyklen ab. Ein Zyklus dauert einige Wochen. In dieser Zeit werden Sie auch behandlungsfreie Tage haben. Vor der Behandlung wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen alle Einzelheiten besprechen und Sie erhalten einen individuellen Therapieplan.
Zusätzlich wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie regelmäßig untersuchen. Bei diesen Kontrollen werden beispielsweise Ihre Blutwerte bestimmt. Dadurch lässt sich prüfen, ob die Behandlung wirkt und ob Nebenwirkungen auftreten.
Ziel der Therapie ist es, Ihre Erkrankung zurückzudrängen und Ihr Leben zu verlängern. Gleichzeitig sollen Ihre Beschwerden nachlassen. Bei guter Lebensqualität soll möglichst lange verhindert werden, dass die Erkrankung fortschreitet.
Unabhängig davon, wofür Sie sich entscheiden, bekommen Sie bei Bedarf unterstützende (supportive) Maßnahmen. Sie sollen helfen, die Folgen der Krankheit und auch der Behandlung abzumildern.
Zu den unterstützenden Maßnahmen zählen:
Knochenschutz: Medikamente, wie beispielsweise Bisphosphonate, stärken die Knochensubstanz.
Schmerztherapie: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise Medikamente, um Schmerzen zu lindern.
Infektionsschutz: Um Infektionen vorzubeugen oder zu behandeln, können verschiedene Medikamente eingesetzt werden, wie etwa Antibiotika oder antivirale Wirkstoffe.
Behandlung bei Blutarmut (AnämieBei einer Anämie oder Blutarmut mangelt es dem Blut an roten Blutkörperchen. Die roten Blutkörperchen transportieren Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen. Deshalb wird bei einer Anämie der Körper weniger gut mit Sauerstoff versorgt.): Medikamente oder auch Bluttransfusionen sollen helfen, den Körper wieder besser mit Sauerstoff zu versorgen.
Gerinnungshemmer: Sie sollen helfen, wenn das Risiko für Blutgerinnsel durch die Behandlung erhöht ist.
Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten:
Studien untersuchen neue Behandlungsansätze
Studien dienen dazu, neue Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit einem Multiplen Myelom zu untersuchen. Das Ziel ist es, die Behandlung weiter zu verbessern. Wenn Sie Interesse an einer Studienteilnahme haben, sprechen Sie das bei Ihrem nächsten Behandlungstermin an. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Sie über aktuell laufende Studien informieren.
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.