Vorheriges Thema: Wie wirkt sich die Behandlung auf meinen Alltag aus?

Wie läuft die Behandlung für mich ab?

Was passiert bei der Behandlung?

Bei der Behandlung werden einzelne oder auch mehrere Medikamente der 4-fach-Therapie weggelassen. Dabei sind verschiedene Kombinationen möglich. Welche Kombination infrage kommt, ist individuell unterschiedlich. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird das mit Ihnen besprechen.

Behandlung ohne Bortezomib

Bei der Behandlung erhalten Sie den CD38-Antikörper Daratumumab in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason. Diese Behandlung wird kurz DaraRd genannt:

Behandlung ohne Bortezomib und Dexamethason

Abhängig vom Gesundheitszustand kann bei bestimmten Voraussetzungen nach 2 Behandlungszyklen zusätzlich das Dexamethason entfallen. Die Therapie wird dann mit dem CD38-Antikörper Daratumumab und Lenalidomid fortgesetzt. Diese Behandlung wird kurz DaraR genannt:

Behandlung ohne CD38-Antikörper

Eine Behandlung ohne CD38-Antikörper ist auch möglich. Sie umfasst in der Regel Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason. Die Behandlung beginnt mit einer sogenannten Induktionsphase über mehrere Zyklen. Daran schließt sich eine sogenannte Erhaltungsphase an, bei der das Bortezomib in der Regel entfällt. Bevor CD38-Antikörper verfügbar waren, wurde ein Multiples Myelom häufig mit dieser Kombination behandelt. Diese Behandlung wird kurz VRd genannt:

Nähere Informationen zu dem Ablauf und der Wirkweise der einzelnen Medikamente können Sie bei der 4-fach-Therapie nachlesen.

Wie lange dauert die Behandlung?

Bei den Kombinationen DaraRdAbkürzung für die Kombination der Medikamente Daratumumab (Dara), Lenalidomid (R) und Dexamethason (d) und DaraRAbkürzung für die Kombination der Medikamente Daratumumab (Dara) und Lenalidomid (R)  erhalten Sie dauerhaft alle Medikamente.

Wenn Sie die Kombination ohne CD38-Antikörper (VRdAbkürzung für die Kombination der Medikamente Bortezomib (V), Lenalidomid (R) und Dexamethason (d) ) erhalten, dauert die Induktionsphase der Behandlung etwa ein halbes Jahr. Daran schließt sich die Erhaltungsphase mit weniger Medikamenten an.

Für alle Kombinationen gilt: Solange die Behandlung wirkt und Sie sie gut vertragen, wird sie dauerhaft fortgeführt.

Sollte die Behandlung nicht oder nicht mehr ausreichend wirken, gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten.

Kann ich die Behandlung abbrechen oder wechseln?

Grundsätzlich haben Sie die Möglichkeit, die Behandlung abzubrechen. Sie sollten Ihre Medikamente aber nicht eigenständig absetzen. Wenn Sie Ihre Behandlung beenden oder umstellen möchten, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Ihre Bedenken und Wünsche. Gemeinsam können Sie dann die weiteren Möglichkeiten besprechen. 

Sollten Sie ein Medikament sehr schlecht vertragen, besteht zum Beispiel die Möglichkeit, dass die Dosis verringert oder das Medikament weggelassen wird. 

Wenn Sie die Therapie gut vertragen, kann die Behandlung auch später noch durch weitere Medikamente intensiviert werden.



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.